Kunst mit Abstand

Das Projekt „Wer weiß was daraus geworden ist… Literarisch- künstlerische Darbietungen mit Abstand“ wurde im Sommer und Herbst 2020 in mehreren Etappen realisiert. Literarische Textbeiträge stammten dabei von Manuela Kurt, Georg D. Schneider und Martin M. Weinberger. Für die Komposition der musikalischen Beiträge erklärte sich dankenswerter Weise der Komponist Aaron Kümpfel bereit, die Improvisationen habe ich selbst realisiert.

Im Sinne der Projektkonzeption war eine Vertonung und Verbildlichung der COVID-19-Situation im Fokus. Die Inspiration dafür kam durch einen für März geplanten künstlerischen Auftritt, der aufgrund der aktuellen Situation ausfallen musste. Dadurch wurde die Anpassung auf ein neues Medium notwendig. Es wurde ein Kurzfilm gedreht, in dem es um die künstlerische Überwindung von räumlichen Distanzen dank Musik und Kunst geht. Das audiovisuelle Endprodukt versucht nun die neue Situation zu beleuchten, während sie den Ausführenden trotzdem eine Bühne bietet ihre Werke entsprechend zu präsentieren.

Als Drehort wählte ich zum einen die Wohnzimmer der LektorInnen, die einen intimen und für die Zeit von Zoom-Konferenzen angemessenen und bekannten Rahmen bieten.

Als Gegenpol dazu wurde ein kurzer Gang durch den zweiten Bezirk gezeigt, wobei der Hauptteil der Handlung im Augarten stattfindet. Mit der Weite, der Natur und dem öffentlichen Raum bildet sich ein großartiger Kontrast zu den Bildern aus den eigenen vier Wänden. Der Bogen schließt sich mit einer Szene des Zusammentreffens im Augarten wo ich den LektorInnen begegne, wir aber trotzdem Abstand halten.

Durch diese musikalische und künstlerische Initiative war es möglich, über die Herausforderungen der COVID-19-Krise mit ihren gesellschaftlichen und individuellen Auswirkungen zu reflektieren und neue Wege zur Bewältigung zu erkunden. Dadurch konnte sich ein Ausblick auf zukünftige Projektgestaltungsmöglichkeiten eröffnen.

Leave a comment